Nicht nur die Milch macht’s: Der Knochenbaustoff Calcium wird aus Mineralwasser ebenso gut verwertet wie aus Milch. Wissenschaftler der Craighton University in Omaha konstatieren, dass die Bioverfügbarkeit aus Mineralwässern sehr hoch ist, besonders dann, wenn sie zu den Mahlzeiten getrunken werden. Im Rahmen einer Mahlzeit nehme der Körper 40 bis 50 Prozent des vorhandenen Calciums auf, so die Forscher.
Die Schlinger-Falle: Wer schnell isst, nimmt schneller zu
Eine der schlimmsten Ernährungssünden ist die Turbo-Geschwindigkeit, mit der viele ihr Essen „wegputzen“. Das daraus resultierende Übergewicht, so das Deutsche Institut für Ernährungsforschung, ist Teil des „tödlichen Quartetts“. Die weiteren Gesundheits-Gegenspieler: Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und erhöhte Blutfettwerte. Sie sind die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mittlerweile der größte Gesundheitskiller unserer Zeit. Die Gründe sind plausibel: Beim Essen entstehen Signale, die dem Körper Sättigung melden sollen. Doch an diesen Sättigungssignalen ziehen notorische Schlinger auf der Überholspur einfach vorbei. Zur Hektik unser Fastfood-Generation kommen meist Zeitnot oder permanente Überforderung hinzu. Chronischer Stress aber gilt als eine der Ursachen für Adipositas (Fettsucht). Stresshormone wie Kortison können zum Überessen führen, so die Forscher. Denn bei den Urmenschen bedeutete das „Notsignal Stress“ vor allem eins: Nahrungsmangel(!) Zudem führe Dauerstress zu verkrampften Muskeln und Schmerzen und ein Übermaß an Adrenalin schädige das Herz-Kreislaufsystem. Fatale Folge: Mit Rückenschmerzen oder kranken Herzen vermeidet der Mensch Bewegungen – und setzt wiederum mehr Fett an.
Gesellschaftspolitisch und zunehmend auch kulturhistorisch werden Generationen über gemeinsame Lebensumstände oder Merkmale definiert. Begriffe wie „Generation Golf“ oder „Generation X“ sind inzwischen zu viel zitierten Schlagwörtern geworden. Die in den 60er und 70er Jahren Geborenen werden als Generation X bezeichnet, die sich erstmals ohne Kriegseinwirkung mit weniger ökonomischen Wohlstand begnügen muss als die Elterngenerationen, die aber gleichzeitig für deren ökologische und ökonomische Sünden büßen muss. Später wurde dieselbe Generation in Westdeutschland als „Generation Golf“ charakterisiert, die im Vergleich zu ihrer Vorgängergeneration sich unpolitisch verhält, mode- und markenbewusst ist und materiell weitgehend sorgenfrei sei.
DIE ZEIT überschrieb einen Artikel mit „Generation Praktikum“, als lebensprägendem Trend vieler junger Akademiker, die lediglich ein Praktikum nach dem anderen absolvieren, anstatt eine feste Anstellung zu erhalten. Die „jüngste“ Generation wird auch als XXL-Generation bezeichnet – aufgrund der starken Zunahme übergewichtiger Kinder und Jugendlicher. „XXL“ umschreibt, in Anlehnung an Kleidungsgrößen, jedoch lediglich den äußeren Zustand. Dagegen bezieht sich der Begriff Generation Chips auf die komplexen Ursachen, nämlich mangelnde Bewegung durch zuviel Medienkonsum, einseitige Ernährung sowie die genetisch bedingte Disposition (Software), dass der menschliche Körper Energiereserven für Notzeiten speichert, obwohl in der westlichen Gesellschaft heute überall und ständig Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.
Wie die Deutsche Adipositasgesellschaft schätzt, sollten bereits heute ein Drittel der erwachsenen Bundesbürger aus medizinischen Gründen abnehmen, weil sie deutlich übergewichtig sind. Wie wird sich dieser Anteil erst noch erhöhen, wenn die Generation Chips, bei denen bereits 10% als adipös gelten, im Erwachsenenalter steht. Zurzeit werden schon heute knapp 5% aller Gesundheitsausgaben für die Behandlung der Adipositas und ihrer Folgen aufgewendet. Die Betroffenen – die Altersgruppe der Mitte der 80er (und später) Geborenen – erkranken früher an den Gelenken (aufgrund des Übergewichtes), belasten den Kreislauf durch mangelnde Bewegung, haben oft “Alterszucker” und leiden unter sozialer Ausgrenzung, die oft in die für das Gesundheitssystem sehr kostspieligen psychosomatischen Erkrankungen überleitet. Zudem haben sie eher Schwierigkeiten beim Lernen und angesichts des unattraktiven Äußeren schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Schon eine einzige fettreiche Mahlzeit erhöht die Stress-Anfälligkeit des Körpers. Das ergab eine kanadische Studie. Bereits bekannt war, dass fettreiche Ernährung generell das Risiko für Übergewicht und sonstige Gesundheitsgefahren wie Bluthochdruck erhöht. Die Forscher der Universität Calgary ließen 30 gesunde junge Erwachsene eine Nacht fasten und gaben ihnen dann entweder ein fettreiches McDonald’s-Frühstück oder aber eine fettarme Körnermahlzeit mit entrahmter Milch und Joghurt. Beide Varianten hatten die gleiche Kalorienzahl. Zwei Stunden später setzten die Mediziner die Probanden psychischem und körperlichem Stress aus: Die Teilnehmer mussten komplizierte Mathematikaufgaben lösen, vor Zuhörern über eine emotionsbelastetes Thema referieren oder den Arm in eiskaltes Wasser tauchen. Das Ergebnis: Jene Testpersonen, die fettreich gegessen hatten, reagierten mit Blutdruck, Puls und Gefäßwiderstand stärker auf den Stress. Solche Stressreaktionen können unter anderem zu Bluthochdruck führen.
Zum Schutz vor Osteoporose wird bekanntlich eine tägliche Zufuhr von 1000 mg Kalzium empfohlen, bei bestehender Osteoporose 1500 mg. Doch sollten Sie Patienten vor hohem Milchkonsum als Kalziumquelle warnen: Zu viel Milch kann den Körper übersäuern und so sogar zu gesteigertem Knochenabbau führen, sagt Dr. Jutta Semmler aus Berlin. Um das zu vermeiden, sollten gesunde, aber auch Erwachsene mit Osteoporose nicht mehr als 200 bis 250 ml Milch pro Tag trinken das entspricht 250 bis 300 mg Kalzium. Der Rest des Tagesbedarfs sollte über Käse wie Emmentaler und andere kalziumreiche Nahrungsmittel gedeckt werden – etwa grünes Gemüse, Kräuter, Nüsse oder kalziumreiches Mineralwasser, diesen Hinweis gibt die Ärzte Zeitung.
Dass Pommes, Burger & Co. auf Dauer zu erheblichem Übergewicht führen, hat sich inzwischen weltweit herumgesprochen. Aber Fastfood schädigt auch das Gehirn, das fanden laut einem Bericht im Magazin Archives of Neurology Wissenschaftler in den USA heraus. Begründung: Durch das viele Fastfood gelangen große Mengen des giftigen Proteins Beta Amyloid, das als Auslöser von Alzheimer gilt, ins Gehirn. Nahrung mit wenig gesättigten Fettsäuren schützt dagegen vor der unheilbaren Krankheit.
Tee mit Zitronensaft gilt als „heißer Tipp“ bei kühlem Wetter. Aber: Macht es überhaupt einen Sinn? Schließlich ist Vitamin C eine empfindliche Substanz, die durch Hitze zerstört wird. Die Antwort: Gibt man frischen Zitronensaft in heißen Schwarztee, so sind nach zehn Minuten noch etwa 80 Prozent des Vitamins erhalten – meldet Das Deutsche Grüne Kreuz. Das lohnt durchaus. Tipp: Tee zunächst etwas abkühlen lassen, Zitronensaft zugeben und zügig trinken. Fertige Tees mit Vitamin-C-Zusatz sind nach Analysen ebenfalls geeignet, den Tagesbedarf zu decken.
Wer viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch verzehrt, senkt das Risiko für chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) ganz erheblich, das berichtet die Zeitschrift Thorax. Während einer amerikanischen Großstudie sank die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei gesunder Ernährung um 50 Prozent. Und das auch, wenn die Forscher andere Risikofaktoren wie Alter oder Raucher berücksichtigten. Unter dem Sammelbegriff COPD fassen Mediziner verschiedene Lungenleiden zusammen, die chronisch sind und sich verschlimmern, beispielsweise Bronchitis.




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