Bewegung ist Medizin: Durch Radfahren Gelenkschmerzen lindern
Dass Bewegung gut als Gesundheitsvorsorge geeignet ist, hat sich bei vielen herumgesprochen. Aber moderate Bewegung hilft sogar bei konkreten Beschwerden. So kann Fahrradfahren langfristig Gelenkschmerzen lindern, erläutert die Initiative Stark gegen den Schmerz in München. Ist das Gefährt richtig eingestellt, stärkt das Treten die Haltemuskulatur der betroffenen Gelenke. Außerdem hilft Radfahren, mehr Gelenkflüssigkeit zu produzieren. Diese wirke als Schmiere zwischen den Gelenkflächen. Vor allem für die Knie ist Radfahren schonend, da bei dieser Bewegungsart nicht das volle Körpergewicht auf den Glenken lastet.
Die gute Funktion des Immunsystems hängt von der ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen ab. Bei guter Versorgung sind Infektionen der oberen Atemwege seltener als ohne. Zudem kann eine Nahrungsergänzung mit Mikronährstoffen die Immunantwort auf eine Grippe-Impfung stärken. Das hat eine prospektive, randomisierte, Doppelblind-Studie zur Nährungsergänzung an der Universität von Florida in Gainesville ergeben (Journal of the American Geriatrics Society 52, 2004, 3). Für 183 Tage nahmen die Patienten täglich einen Nahrungszusatz mit Antioxidantien, Zink, Selen und ausgewählten Energieträgern zu sich oder ein Kontrollprodukt gleichen Energieinhaltes, aber ohne Mikronährstoffe. Die Patienten notierten täglich, ob sie Symptome eines Infektes der oberen Atemwege hatten. Ergebnis: Die Patienten aus der Kontrollgruppe hatten insgesamt an 156 Tagen Symptome eines Atemwegsinfektes, mit dem Nahrungsergänzungsmittel an 78 Tagen.
Es kommt nicht immer nur auf die Optik an. Der Platz eines Obstkorbs sollte nicht lediglich der Einrichtung angepasst werden, vielmehr gehört er an eine gut belüftete Stelle im Wohnraum. Außerdem empfiehlt es sich, nur für die nächsten zwei Tage frisches Obst zu lagern. Denn: Eine einzige braune Banane oder ein überreifer Apfel lässt, so das Deutsche Grüne Kreuz, den gesamten Inhalt ganz schnell in das Postklimakterium (Überreife) umschlagen und verderben.
Bisher wurden vor allem Tomaten und Möhren mit dem hochwirksamen Bioaktivstoff Lycopin in Verbindung gebracht. Das Carotinoid sorgt für die rote Farbe dieser Früchte, er zählt zu den Antioxidantien, gilt als Fänger von schädlichen Freien Radikalen. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena ergab kürzlich, dass der bisherige Lycopin-Spitzenreiter, die Tomate, von der Hagebutte noch weit übertroffen wird. Von Lycopin ist bekannt, dass der Stoff die Haut vor schädlichen UV-Strahlen schützt und das Krebsrisiko senkt. Besonders vorteilhaft: Er steckt auch noch in der Hagebuttenkonfitüre.
Wer wissen möchte, ob überflüssige Pfunde Herz und Kreislauf gefährden, sollte lieber einen Blick auf den Bauch statt auf die Waage riskieren. Denn die Gesundheitsgefahr lauert im „Speckgürtel“ rund um den Bauchnabel. Je üppiger dieser ausfällt, darauf weist die Initiative gesund leben und ernähren e. V. (Ige) hin, umso höher liegt das Risiko für koronare Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes. Männer sollten daher den Gürtel spätestens ab einem Bauchumfang von 94 Zentimetern, Frauen sogar schon ab 80 Zentimetern enger schnallen, denn bereits ab dort erhöht sich die Gefahr. Dies bestätigte eine auf dem diesjährigen Kardiologenkongress vorgestellte Studie unter der Leitung von Professor Sigmund Silber aus München.
In England gehört sie für viele zum Fünfuhrtee dazu. Aber Teetrinker einer Studie zufolge sollten Sie die Milch lieber weglassen – zumindest, wenn Sie ihrem Herz-Kreislauf-System etwas Gutes tun wollen. Denn die gefäßschützenden Eigenschaften von Schwarztee gehen durch die in der Milch enthaltenen Kaseine offenbar vollständig verloren, berichten Kardiologen von der Charité in Berlin. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden jetzt im “European Heart Journal” online veröffentlicht. Für die Studie hatten die Ärzte um Professor Verena Stangl per Ultraschall die Unterarm-Arterien von 16 gesunden Frauen untersucht, die zu drei Gelegenheiten jeweils einen halben Liter Tee, Tee mit zehn Prozent fettarmer Milch oder, zur Kontrolle, gekochtes Wasser tranken. Die gefäßentspannende Wirkung beobachteten die Forscher nur bei Tee ohne Milch. Sie vermuten, dass Kaseine in der Milch gefäßschützende Catechine im Tee binden.
Kombiniert man verschiedene eiweißreiche Lebensmittel miteinander, gelingt eine optimale Eiweißversorgung auch ohne Fleisch, weiß die Ernährungswissenschaftlerin Nadine Körner. Bereits mit einer vielfältigen Kost lassen sich solche Aufwertungseffekte gut erzielen. Besonders wertvolle Kombinationen, die mindestens eine so hohe Eiweißwertigkeit wie Fleisch haben, sind beispielsweise Ei mit Kartoffeln oder Soja, Milch mit Weizen sowie Bohnen und Mais. Auch viele traditionelle Gerichte, etwa Linsen mit Spätzle, erreichen eine hohe Eiweißqualität, schreibt der Reformhaus Kurier.
Eine Flasche Bier oder ein Glas Wein am Abend sind nicht nur gut für die Seele, sondern auch für den Körper. Für diese umstrittene Hypothese gibt es jetzt neue Daten. Demnach bewahrt mäßiger Alkoholkonsum auch solche Menschen vor einem Herzinfarkt, die ohnehin schon gesund leben. In ihrer Analyse der Health Professional Study haben Dr. Kenneth Mukamal und seine Kollegen aus Boston in den USA Daten von knapp 8870 Männern mit einem gesunden Lebensstil ausgewertet, die über 16 Jahre lang beobachtet wurden. Die Männer rauchten nicht, hatten einen BMI von unter 25, keine schweren Erkrankungen, hatten jeden Tag mindestens 30 Minuten Bewegung und aßen besonders viel Obst, Gemüse, Fisch, Nüsse und Nahrung mit ungesättigten Fettsäuren. Diese Kriterien mussten mindestens bei einer von fünf Befragungen in den 16 Jahren allesamt zutreffen. Analysiert wurde nun der Alkoholkonsum und die Herzinfarktrate. Das Ergebnis: Insgesamt gab es in den 16 Jahren 106 Herzinfarkte. Bei Männern, die keinen Alkohol tranken, lag die Herzinfarktrate bei 2,7 pro 1000 Personenjahre, bei Männern mit 5 bis 15 g täglich bei 1,6 pro 1000 Personenjahre. Am geringsten war die Herzinfarktrate bei Männern, die täglich den Alkoholgehalt einer Flasche Bier oder eines Glases Wein konsumierten (15 bis 30 g Alkohol pro Tag): Hier lag sie bei 1,1 pro 1000 Personenjahre und war damit etwa 60 Prozent niedriger als bei Abstinenzlern. Männer die noch mehr tranken, hatten jedoch überhaupt keinen erkennbaren Nutzen.




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