Jun 27
Ich bin doch nicht blöd!, blödelt es in der Werbung. Und alle fahren drauf ab. Denn wer möchte das nicht – nicht blöd sein? Stimmt aber nicht, der Lockslogan. Vorne nicht und hinten passt er auch nicht. Im Gegenteil, die Strategien systematischer Verblödung haben inzwischen alle gesellschaftlichen Ebenen infiziert. Die Details hat Thomas Wieczorek in seinem Buch „Die verblödete Republik“ zusammengetragen. Der Untertitel skizziert die Hintergründe: „Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen“. Lesenswert, aufrüttelnd und voller skandalöser Beispiele aus dem täglichen Leben! Eine Lesermeinung: „Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre an Schulen, Universitäten, Managerseminaren usw. werden, anstatt die kostbare Zeit mit sinnlosem sogenannten kreativen Tralala zu verschwenden. Erstklassige Recherche und geschrieben in einem Stil der sich seinesgleichen sucht! Danke!”
Eine aufschlussreiche Buchkritik finden Sie unter:
http://www.fachbuchkritik.de/html/die_verblodete_republik.html
Jun 26
Schon vier einfache Verhaltensänderungen können in der Summe 14 zusätzliche und fitte Lebensjahre ergeben. Das lässt sich aus den Ergebnissen einer Studie der Universität Cambridge schließen. Die Easy 4 sind
– Leichter Sport
– Verzicht auf Rauchen
– Alkohol höchstens in der Menge von sieben kleinen Gläsern Wein pro Woche
– Fünfmal am Tag Obst und Gemüse
Wer das nicht hinbekommt: Zwei dieser vier Punkte ergeben immerhin noch eine sieben Jahre längere Lebenserwartung.
Jun 19
Mit über 1.400 Gruppen, ca. 150.000 Forenbeiträgen und mehr als 1 Mio. Besucher im Monat, ist imedo das richtungsweisende Gesundheitsportal mit der bekanntesten Gesundheitscommunity Deutschlands.
Mitglieder finden hier wichtige Informationen rund um das Thema Gesundheit und können im Rahmen der Community Erfahrungen austauschen, unterstützende Kontakte knüpfen, Gruppen gründen und Selbsthilfegruppen beitreten. Auch Wellness- und Sportbegeisterte profitieren von imedos umfangreichem Informationsangebot. Die vielgenutzte Arztsuche bietet Mitgliedern die Möglichkeit, ihren Arzt aktiv zu empfehlen.
Ein weiteres kostenloses Angebot ist die zuverlässige Medikamentenerinnerung per SMS. Die Anmeldung nach dem Double-Opt-In-Verfahren ist einfach und kostenlos.
Jun 18
Das Risiko von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen in den USA hat deutlich zugenommen. Einer Studie zufolge stieg es zwischen 1992 und 2005 bei 20- bis 49-jährigen Männern um 1,5 Prozent jährlich, bei den 20- bis 29-jährigen sogar um 5,2 Prozent. Als Ursache vermuten die Forscher den Hauptrisikofakor für Darmkrebs – Übergewicht. In erster Linie mitentscheidend sei dabei der Konsum von Fastfood. Der ist von 1970 bis 1990 bei Kindern um das Fünffache gestiegen.
Quelle: Ärzte Zeitung
Jun 11
Öko-Eier sind vermehrt mit Krankheitserregern belastet, mäkeln Gegner alternativer Haltungssysteme. Wissenschaftler machten nun die Probe aufs Exempel.
Kaum ist eine Idee oder ein Produkt erfolgreich und befindet sich wirtschaftlich im Aufwind, kommt es prompt zu Argumente-Störfeuern und verbalen Nebelkerzen. Damit wird der Verbraucher verunsichert, und genau das ist beabsichtigt. Öko-Eier vermehrt mit Krankheitserregern belastet? Allein der Verdacht ist für viele ein willkommener Grund für die Rückkehr zum Billig-Ei von der Akkord-Henne. Damit hat die Legebatterie-Lobby ihr Ziel erreicht, der Umsatzabsturz ist vorerst gestoppt.
Befürworter ökologischer Haltungssysteme wollten solches nicht auf sich sitzen lassen und beharrten auf Klärung. Schließlich fuhren Tierhygieniker der Technischen Universität München (TUM) monatelang quer durch Bayern und untersuchten die Sachlage auf streng wissenschaftlicher Basis. Wie die „Ärzte Zeitung“ im Detail beschreibt, kamen sie zu aufschlussreichen Ergebnissen.
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/default.aspx?sid=548984
Jun 10
Agrar-Subventionen, das hört sich nach staatlicher Beihilfe für darbende Bauern an. Neueste Recherchen bringen ans Licht, was Kritiker schon lange vermuteten.
Zuckerhersteller und Milchkonzerne sind die größten Subventionsempfänger. Das geht aus Listen hervor, welche die Umweltorganisation GREENPECE nach jahrelangem Rechtsstreit jetzt veröffentlicht. Darin werden 40 Firmen benannt, die in den vergangenen Jahren in Deutschland die meisten Subventionen erhielten. In welchen Dimensionen Gelder aus Brüssel fließen, zeigt das Bespiel des größten Empfängers im Haushaltsjahr 2004/2005: Europas größter Zuckerhersteller, die Südzucker AG in Mannheim erhielt 82 Millionen Euro.
Fazit von Subventionskritikern: Einerseits zerstören Exportsubventionen die Märkte in den Entwicklungsländern und gefährden dort die Existenz vieler Kleinbauern. Zum anderen profitiert die heimische Landwirtschaft in keiner Weise. Stattdessen profitieren so „landwirtschaftsnahe Branchen“ wie Luxusschifffahrt und die Luftlinien, bespielsweise das Lufthansa-Cateringunternehmen „LSG Sky Chefs“.
Die Liste der lachenden Dritten und ein Interview von “Report München” zum Thema finden Sie unter:
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/staatsknete-fuer-die-agrarindustrie/
http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-eu-subventionen-ID1222525924688.xml
Jun 02
Gentechnik, ein Reizwort, das die Gemüter erhitzt. Aber die wenigsten kennen Zusammenhänge und Hintergründe. Hier ein Einstieg ins Thema.
„Moderne Zauberlehrlinge bedrohen Pflanzen- und Tierarten“, ist auf der Website „Freiheit für Tiere“ zu lesen. Dabei ist Gentechnik bereits in zwei Dritteln unserer Babynahrung enthalten, berichtete die Zeitschrift ÖKO-TEST. Auf der anderen Seite sprechen die Hersteller von besseren Ernten und agrartechnischem Fortschritt.
Trojanische Saaten oder die Lösung für das Ernährungsproblem der Menschheit? Jedenfalls berichtete die Washington Post, dass Ratten, die normalerweise gern Tomaten fressen, gentechnisch veränderte FlavrSavr-Tomaten verschmäht hatten, mit denen Wissenschaftler die Versuchstiere füttern wollten. Am Ende wurden sie über Magensonden mit den Tomaten zwangsernährt. Bei mehreren Tieren entwickelten sich nach der Zwangsernährung Magenverletzungen; innerhalb von zwei Wochen starben sieben von vierzig Ratten.
Gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen sind offensichtlich auch für die Bewohner einiger Anbaugebiete nicht auszuschließen, so in Südamerika. Lesen Sie hierzu den Beitrag vom 25. Mai 2009: „Der Gentechnik-Bumerang: Mit dem Soja kam das Fieber“.
Zum landwirtschaftlichen Nutzen nimmt der Gentechnik-Schadensbericht Stellung, den der „Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft“ veröffentlichte. Lesen Sie hierzu den Beitrag vom Mai 27. Mai 2009: „Gentechnik-Schadensbericht: Mehr Kosten als Nutzen“.
Die Gen-Tomaten wurden übrigens dennoch zugelassen …
Mehr darüber, auch zum Fragenkomplex „Wer ist eigentlich Monsanto?“, „Welche Motive stecken hinter der grünen Gentechnik“, Warum brachten sich in den letzten 5 Jahren 25.000 Gentechnik-Bauern um?“ erfahren Sie unter:
http://www.freiheit-fuer-tiere.de/downloads/freiheitfuertiere12008s3647.pdf
Jun 01
Wer gut informiert ist, kauft besser. Ein Einstieg in das Thema Verbrauchertäuschung und was man dagegen tun kann.
Verbraucherfallen lauern überall, König Kunde wird immer mehr zum Kaufdepp. Das beweisen nicht zuletzt Meldungen und Berichte, die beinahe täglich in den Medien veröffentlicht werden. Aber viele sind mit diesen Einzelinformationen überfordert. Zum anderen werden die Tricks der Hersteller und Verkäufer immer undurchsichtiger. Manch einem bleibt da nur die Resignation. Dabei bieten eine Reihe von engagierten Informationsquellen Hilfe an: Beispielsweise die Verbraucherzentralen, die Verbraucherorganisation Foodwatch, Greenpeace, die Zeitschrift Ökotest. Hinzu kommen Fernsehsendungen wie Frontal21 oder die Dritten Programme.
Aber wo anfangen, und möglichst Ohne trockene Fakten oder erhobenem Zeigefinger? Einen guten Einstieg ins Thema bietet die Website des WDR. „Nur wer informiert ist, kauft auch besser“, hieß es am 27.Mai 2009 bei Frank Plasberg. Man kann die ganze Sendung sehen, aber auch häppchenweise von der Vorstellung der Gäste bis zur Schlussrunde: http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2009/20090527.php5?akt=1
Insgesamt eine aufschlussreiche Website mit interessanten Links zum Thema (z.B. Quarks: „Wie wir uns manipulieren lassen“).
Von dort aus lässt sich auch zu den übrigen ARD-Programmen navigieren, beispielsweise zu Bayern2 mit seinem „Informationsportal für aufgeklärte Kunden“: http://www.br-online.de/bayern2/verbraucher/index.xml
Unter den Stichworten „Verbrauchertäuschung“ oder „Verbrauchertipps“ wird man immer fündig.
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