Völlig „normale“ Medikamente gegen Kopfschmerzen, Bluthochdruck Allergien oder Schlafstörungen, die teils nicht einmal der Rezeptpflicht unterliegen, können das Gehirn beeinträchtigen. Wie „Welt online“ berichtet, werden bei Tests von Medikamenten deren Auswirkungen auf das Gehirn zu wenig untersucht. Eine neue Studie gibt zur Befürchtung, Anlass, dass diese Demenz auslösen können.
Der Bericht beruft sich auf Untersuchungsergebnisse von Medizinern der Indiana University (USA). In einem Artikel im “Journal of Clinical Interventions in Aging” werfen die Wissenschaftler den Zulassungsbehörden vor, ihre Aufmerksamkeit lediglich auf Herz, Nieren oder Leber zu konzentrieren, mit dem Gehirn aber das wichtigste menschliche Organ zu ignorieren.
In der Praxis kann das so aussehen: Ein älterer Patient muss ins Krankenhaus und bekommt dort Medikamente, die ihn völlig „gaga“ machen. Ärzte und Pfleger kennen ihn aber nicht anders, halten ihn daher einfach für dement. Derart abgestempelt werden auch die Beteuerungen der Angehörigen, er sei vorher völlig normal gewesen, häufig ignoriert.
Ein neuer Wundermais kann angeblich Leben retten. Eine kluge Marketing-Strategie, mit der sich so ganz nebenbei das schlechte Image der Gentechnik aufbessern lässt. Der Hintergrund: Weil Gen-manipulierte Nahrung kaum jemand haben will, versuchen die Hersteller, ihr angeschlagenes Ansehen mit ehrgeizigen Produkten schön zu zaubern. Dazu zählt auch der so genannte Goldene Reis und seit kurzem der „Goldene Mais“, mit dem die Versorgung mit Vitamin A von Kindern in Ländern der dritten Welt verbessert werden soll. Diese leiden nämlich angeblich aus Vitaminmangel an Nachtblindheit und anderen Augenproblemen.
Ein Beitrag in Deutschlandradio Kultur nimmt diese Pläne näher unter die Lupe. Dabei erfährt man auch, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Krankheiten und Vitamin A-Mangel gibt und selbst wenn es so wäre, dass dieser gar nicht existiert. Auch wenn Ernährungs-Experte Udo Pollmer mitunter dazu neigt, stark zu vereinfachen, wenn eine kernige Aussage dabei heraus kommt (z.B. “Seife wäre hilfreicher …”) – anhören sollte man sich seine Ausführungen dennoch:
Der Verdacht ist nicht neu, nun warnt auch die Amerikanische Akademie für Umweltmedizin (AAEM) vor gesundheitlichen Risiken durch genmanipulierte Nahrungsmittel. Es gäbe „reichlich Belege“ für mögliche Schäden durch Genfood, begründet der Verband der US-Umweltmediziner seine Warnung. Die Akademie stützt sich auf Ergebnisse mehrerer Tierversuche. So hätten sich bei Mäusen und Ratten Hinweise auf Unfruchtbarkeit, Leber- und Nierenschäden sowie negative Auswirkungen auf das Immunsystem ergeben. Dass gentechnisch veränderte Lebensmittel auch die menschliche Gesundheit negativ beeinflussen können, sei „biologisch plausibel“, heißt es in der Stellungnahme.
Das Fazit der AAEM: Genfood stelle in den Bereichen Allergie und Immunfunktion, Fruchtbarkeit und Stoffwechsel ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Ärzte sollten ihren Patienten und der Öffentlichkeit raten, auf Genfood wo immer möglich zu verzichten.
Ein internes Rundschreiben des Spitzenverbandes der deutschen Ernährungsindustrie (BLL) bringt zutage, wie Hersteller schon die Kleinsten an künstliche Nahrung gewöhnen wollen. Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Süßstoffe sollen bei den Kitas weiter auf dem Speiseplan stehen. Der Hintergrund ist nicht schwer zu erraten: Wer frühzeitig künstlichen Geschmack „normal“ empfindet, bleibt meist ein Leben lang Kunde von Industrienahrung. In den neuen Leitlinien seien “Ideologische Verbotsaussagen” verhindert worden, heißt es in dem Verbandspapier. So sei es gelungen, dass “die nicht zu rechtfertigende Ausgrenzung von Schmelzkäse/Schmelzkäse- zubereitungen, Mayonnaise sowie von Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen und Süßstoffen/Zuckeralkoholen wieder gestrichen“ wurde. Restlos zufrieden zeigt man sich damit allerdings nicht: Trotz massiver Einwände, so beklagen die Lobbyisten, habe die Forderung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) “keine Süßigkeiten in die Brotbox” nicht verhindert werden können.
Nähere Einzelheiten sowie weiterführende Links und Dokumente, u.a von „Spiegel online“, dem BLL und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt es unter http://www.foodwatch.de/nachrichten/kinderernaehrung/
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