Gen-Baumwolle: Der versprochene Nutzen bleibt aus

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MachairDer Anbau von genmanipulierter Baumwolle hat weder den Pestizidverbrauch verringert, noch die Ernten gesteigert oder den Kleinbauern geholfen. Das ist das Fazit von Dominic Glover, Wissenschaftler an der Universität Sussex (GB). Für seine Arbeit hat er zahlreiche Studien ausgewertet, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen. Die weit verbreiteten Versicherungen, dass gentechnisch veränderte Pflanzen den Armen nutzen, seien wissenschaftlich kaum belegt, resümiert der Entwicklungsexperte. Die vorliegenden Studien seien widersprüchlich. Die Gründ sieht er darin, dass die gemessenen Faktoren wie z.B. Ernteertrag oder Pestizideinsatz von zahlreichen anderen Faktoren mitbestimmt werden. Wenn sie nicht gut an die jeweilige regionale Landwirtschaft angepasst sei, nütze es wenig, einer Pflanze ein, zwei neue Gene hinzuzufügen.

Quelle: Schrot & Korn

Biosprit: So werden „Volksmeinungen“ durch Lobbyisten getürkt

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KraftstoffNach den Enthüllungen über verdeckte PR der Deutschen Bahn ist ein neuer Fall ans Licht gekommen: Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB) räumte ein, er habe 2008 monatelang mit unlauteren Mitteln Werbung für seine Ziele – die positive Darstellung von Biosprit – betrieben. Erneut war die Denkfabrik „Berlinpolis“ an der Ausführung beteiligt. Auch die eingesetzten Mittel gleichen sich. Hintergrund: Umweltverbände und Entwicklungsorganisationen hatten zunehmend ökologische Bedenken vorgebracht und Biokraftstoffe als Auslöser von Hunger in Entwicklungsländern kritisiert. Daraufhin schrieben Mitarbeiter von Berlinpolis „Leserbriefe“, die nicht als PR gekennzeichnet waren und u. a. bei FAZ.Net, FR-Online, Welt, Junge Welt, Märkische Allgemeine und der taz veröffentlicht wurden.

Darüber hinaus publizierte Berlinpolis Artikel bei der FTD und der WELT, die sich für die positiven Aspekte des Biosprits aussprachen. Wie schon im Fall der Bahn wurde die Internetseite www.zukunftmobil.de, die inzwischen aus dem Netz genommen wurde, als Plattform für Online-Beiträge genutzt, die nicht als PR erkennbar waren. Weitere Brisanz erhält der Fall durch Artikel von Berlinpolis-Mitarbeitern zum Thema Energie auf der Website “Kreative Ökonomie”. Dieser war nicht als PR-Beitrag gekennzeichnet. Die Seite wird vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie in Nordrhein-Westfalen betrieben.

Sogar die Tagesschau berichtete über die getürkte Volksmeinung. Der Beitrag ist online anzusehen (ab Minute 4:09): http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts13276.html/

Fazit: Wie schon im „Fall DB“ wurde versucht, Öffentlichkeit und Politik dadurch zu beeinflussen, dass vermeintlich unabhängige Dritte im Sinne der Biosprit-Industrie in die öffentliche Debatte eingriffen. Lobbycontrol, ein gemeinnütziger Verein, der über Machtstrukturen und Einflussstrategien in Deutschland und der EU aufklären will, deckte den Vorfall auf und brachte ihn an die Öffentlichkeit. Die Initiative forderte inzwischen ein gesetzlich verankertes Lobbyisten-Register, das Lobbyisten zur Transparenz über ihre Auftraggeber und Budgets verpflichtet.

http://www.lobbycontrol.de/blog/

Wissenschaft: Jeder dritte Forscher fälscht

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Bunny-Suite oder Lava-Forscher?Kaum ein Tag, an dem nicht ein Forschungsbericht erscheint. Verwunderlich nur, dass manche sich deutlich widersprechen. Dabei gelten Forschungsergebnisse doch gemeinhin als unumstößlich. Dass hier geschummelt wird, ist kaum vorstellbar. Aber gerade das ist offensichtlich inzwischen gang und gäbe, wie eine Metastudie, also eine Sichtung einer Anzahl von Studien zu einem Thema, ergab. 33,7 Prozent der befragten Wissenschaftler räumten ein, “fragwürdige Tricks” eingesetzt zu haben. Auffällig: In den medizinischen Forschungsbereichen, wozu klinische und pharmakologische Studien gehören, wird am meisten manipuliert. Über das Warum möge jeder selber spekulieren. In der Metastudie heißt es u.a. sehr vorsichtig, das könne daran liegen, “dass hier die größten finanziellen Interessen einwirken”.

Lesen Sie Näheres unter http://www.ratschlag24.com/index.php/wissenschaftler-im-zwielicht-so-faelschen-forscher_000049532/

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