Deutschland ist Ostsee-Anrainer. Erstaunlicherweise interessiert es derzeit nicht eine deutsche Zeitung, dass Russland in vergangenen Jahren nachts gewaltige Mengen an atomaren Abfällen und Giftmüll in die Ostsee gekippt haben soll. In Schweden sind die Zeitungen voll von Berichten darüber – in Deutschland sind die »Qualitätsjournalisten« offenkundig noch in jeckischer Karnevalsstimmung. Oder gelten für russische Nuklearabfälle in der Ostsee etwa andere mediale Grundsätze als für amerikanische? Wird da von deutschen Medien mit zweierlei Maß gemessen?
Von Gesundheitsapostel via Gesundheitliche Aufklärung
Das umstrittene Diabetes-Medikament Avandia von Pharmakonzern GlaxoSmithKline ist offenbar schwer gesundheitsschädlich. Nebenwirkung: Tod – durch Herzinfarkt.
Laut der Online-Ausgabe der “New York Times” ist das Diabetes-Medikament Avandia, mit dem Wirkstoff Rosiglitazon, für Hunderte Todesfälle verantwortlich. Allein im dritten Quartal 2009 sind über 300 Menschen daran gestorben (Wie hoch ist die Dunkelziffer?).
Der beinhaltete Wirkstoff Rosiglitazon soll angeblich den Blutzuckergehalt von Menschen, mit der Diabetes Typ 2, stabilisiern. Doch schon 2007 gab es bereits Hinweise aus klinischen Tests, dass dieses Medikament das Herz und den Kreislauf schädigen kann.
Trotzdem wird Avandia auf dem Markt angeboten. GlaxoSmithKline behauptete mehrmals eindringlich, dass dieses Medikament bei einer vorgeschriebenen Dosierung sicher sei und verwies dabei auf eigene – unvollständige – Studien.
Der Pharmakonzern sagte, er habe das Medikament Avandia ausführlich erforscht und die wissenschaftlichen Beweise zeigen nicht, dass es das Risiko für Herzinfarkte erhöhe.
Langzeitstudien gibt es keine, bzw. sind nicht abgeschlossen. Und deshalb wird Avandia weiter verkauft…
Der US-Senat ist nach einer Untersuchung zu dem “überraschenden” Ergebnis gekommen, dass GlaxoSmithKline es versäumt habe, Diabetes-Patienten rechtzeitig zu warnen.
Warnen??? Wieso werden Medikamente, trotz unzureichender Studien auf den Markt gebracht? Wieso dürfen Medikamente die Todesfälle verursachen, weiter verkauft werden?
Na, weil es halt Geld bringt und außerdem sind wir ja sowieso überbevölkert…
[Quelle: Gesundheitliche Aufklärung ]
Greenpeace veröffentlicht heute eine Liste von 451 weltweit eingesetzten Pestiziden, die besonders gesundheits- und umweltgefährdend sind. Rund ein Drittel davon sind auch in der europäischen Lebensmittelproduktion zugelassen. Für die Studie Die schwarze Liste der Pestizide haben zwei unabhängige Experten im Auftrag der Umweltorganisation alle relevanten international eingesetzten 1150 Pflanzenschutzmittel nach ihrer Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt überprüft. Die gelisteten Agrargifte können unter anderem Krebs auslösen, die Fruchtbarkeit beeinflussen oder eine neurotoxische Wirkung haben. Greenpeace fordert, dass der Einsatz gefährlicher Pestizide weltweit beendet wird.
Details zu diesem Bild anzeigenGreenpeacer bereiten Salat auf die Untersuchung im Labor vor.
In der konventionellen Landwirtschaft werden nach wie vor Chemikalien verwendet, die Menschen krank machen und die Natur zerstören können, sagt Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace. Sowohl die Anwendung von Spritzmitteln als auch der Verzehr von behandeltem Obst, Gemüse und Getreide birgt gesundheitliche Risiken. Pestizide belasten zudem das Grundwasser, Amphibien, Insekten und Vögel. Nicht nur die Politik sondern auch die Wirtschaft muss dafür sorgen, dass gefährliche Pestizide aus dem Verkehr gezogen werden.
Die Studie identifiziert 17 Spritzmittel, die deutsche Verbraucher besonders häufig durch Lebensmittel aufnehmen. Darunter weiterhin das BASF-Produkt Iprodion auf Kopfsalat, das trotz seiner vermutlich krebserregenden Wirkung eingesetzt wird. Oder das neurotoxisch wirksame Fungizid Cyprodinil von Syngenta, das Greenpeace in Tafeltrauben festgestellt hat. Im Vergleich zur 2008 von Greenpeace publizierten Schwarzen Liste hat sich die Zahl der gefährlichen Pestizide von 327 auf 451 erhöht.
Die heute veröffentlichte Neuauflage der Pestizid-Studie gibt auch einen Überblick zu den Bemühungen des Lebensmittelhandels, Spritzmittel zu reduzieren. Die hausinternen Pestizid-Listen von Edeka und REWE schließen beispielsweise entweder besonders gefährliche Wirkstoffe für den Anbau von Obst und Gemüse aus oder nennen weniger giftige Chemikalien für den Einsatz auf dem Acker. In der neuen Studie vergleicht und bewertet Greenpeace die unterschiedlichen Listen.
Zwar zeigen die Pestizid-Untersuchungen von Greenpeace seit 2007 einen Trend zu abnehmenden Rückständen in Obst und Gemüse auf. Im Gegenzug verstärkt sich die Tendenz, hohe Konzentrationen einzelner Pestizide durch geringe Dosen mehrerer Wirkstoffe zu ersetzen. Erst am Dienstag veröffentlichte Greenpeace die Untersuchung eines unabhängigen Labors, das 15 verschiedene Pestizide auf einem Salatblatt fand. Der Kopfsalat aus Italien wurde in einem Berliner Supermarkt verkauft.
Auf Feldern, in Gewächshäusern und Gärten werden die verschiedensten Wirkstoffe versprüht, sagt Santen. Damit wird auch der Verbraucher einer Gefährdung durch mögliche Kombinationswirkungen dieser Chemie-Cocktails ausgesetzt. Aus Vorsorgeschutz müssen solche Mehrfachanwendungen sofort verboten werden.
Kostenloser Download unter: Die Schwarze Liste der Pestizide II
Veröffentlicht von Sigrid Totz
[Quelle: www.greenpeace.de]
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