Abnehmen: Nicht Menge sondern Kaloriendichte entscheidend

Diät Kommentar schreiben

Viel essen und trotzdem abnehmen – was wie ein Werbeversprechen klingt, lässt tatsächlich die überschüssigen Pfunde schmelzen. Voraussetzung ist aber, dass die Nahrung viel Wasser und wenig Kalorien enthält: statt Steaks und Pommes also eher kalorienarme Suppen, Obst und Gemüse, schreibt die Ärzte Zeitung. Hintergrund: wer während einer Diät hungert, hält das Abspecken nicht lange durch. Das ist das Manko vieler kalorienreduzierten Diäten. US-Ärzte haben dagegen einen praxistauglicheren Ansatz geprüft: Ihre abnehmwilligen Dicken durften essen, bis sie satt waren, allerdings sollten sie dafür Nahrung mit einer geringen Kaloriendichte (definiert als Kilokalorien pro Gramm) wählen. Am größten war der Effekt, wenn die Teilnehmer zum einen wenig Fett aßen – Fett hat die höchste Kaloriendichte – und zusätzlich bevorzugt Nahrung mit hohem Wassergehalt konsumierten – also Obst, Gemüse oder Suppen. Teilnehmer, die sich an diese Diät hielten, hatten nach einem Jahr im Schnitt 7,9 kg abgenommen, Adipöse mit ausschließlich fettarmer Nahrung nur 6,4 kg.

Und so gingen die Ärzte vor: 97 adipöse Frauen wurden in zwei Gruppen eingeteilt. In beiden Gruppen betreute sie ein Diät-Assistent in Sitzungen mit Tipps zu gesunder Ernährung und Bewegung. In beiden Gruppen wurden sie instruiert, fettarm zu essen. In einer der Gruppen wurden sie zudem aufgefordert, sehr wasserreiche Nahrung zu konsumieren. Die Ergebnisse: Nach einem Jahr hatten die Teilnehmer mit der wasserreichen Diät nicht nur mehr abgenommen, auch waren der Hüftumfang stärker reduziert (minus 8,2 versus minus 6,8 cm) und die Körperfettmasse mehr zurückgegangen (minus 3,1 versus minus 2,5 kg). Die Teilnehmer mit der wasserreichen Diät aßen sogar mengenmäßig etwas mehr als vor der Diät, und sie fühlten sich deutlich satter.

Kommentar schreiben

WP Theme & Icons by N.Design Studio
Entries RSS Comments RSS Anmelden