Bis vor wenigen Jahren galten hauptsächlich Angehörige der helfenden Berufe als Kandidaten für das Burnout-Syndrom, das „Ausgebranntsein“. Neuere Untersuchungen, wie die des Instituts für Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen zur Situation von IT-Mitarbeitern, belegen, dass auch in anderen Berufsgruppen die Gefahr der chronischen Erschöpfung in hohem Maße besteht. Neben hoher Stressbelastung, schlechten Arbeitsbedingungen und Zeitdruck spielen bei der Entstehung des Burnout-Syndroms überhöhte Ansprüche an sich selbst eine große Rolle. Perfektionismus und der Wunsch, es allen Recht machen zu wollen, führen zu einer permanenten Überforderung. Gefährdet sind besonders Frauen, die aufgrund ihrer Erziehung zuerst an andere und erst dann an sich denken. Das Burnout-Syndrom zeigt ein vielschichtiges Beschwerdebild. Warnzeichen sind Erschöpfung, Leistungsabfall, innere Distanzierung und Reizbarkeit. Auch körperliche Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden oder Rückenschmerzen können darauf hinweisen. Neben Verbesserungen der Arbeitssituation können vor allem regelmäßige Auszeiten und Entspannungspausen vorbeugen. Auch sollte überdacht werden, ob die eigenen Ansprüche realistisch sind oder ob es nicht besser ist, Abstriche vom eigenen Ideal zu machen.
Jul 22




Neueste Kommentare