Mrz 11
Sie werden allüberall feilgeboten – in Drogerien, in Apotheken, in Supermärkten, per Postwurfsendung und besonders reichlich im Internet: Vitamine als Nahrungsergänzungen. Doch ob die bunten Verpackungen und markigen Werbeworte auch halten, was sie versprechen? Man darf skeptisch sein. Jedenfalls bei Produkten, die sozusagen solo daherkommen. Oft sind es isolierte Einzelvitamine, auch in verschiedenen Kombinationen angeboten, in der Regel aber auf synthetischer Basis, sprich aus dem Herstellerlabor. Doch ob diese Präparate überhaupt etwas bewirken können, wird seit längerem bezweifelt.
Hierfür gibt es wissenschaftlich fundierten Nachschub: Künstliches Vitamin E allein, so die Ergebnisse vom Institut für Gesundheitswesen der Universität Süd-Dänemark, zeige keine messbare Wirkung, das meldete der Online-Dienst www.food-detektiv.de im Februar 2009. Obstsäfte hingegen hätten eine ganze Reihe von positiven Wirkungen.
Die Studie klärt allerdings nicht, warum der Saft wirksamer ist und was genau aus den süßen Früchten letztlich verantwortlich ist für deren gesunde Wirkung. Es wird vermutet, dass der schützende Effekt nicht von einer Substanz allein stammt, sondern gerade von der Mischung verschiedener Pflanzenstoffe.
Hier der gesamte Text von Dr. Watson – Der Food-Detektiv:
http://www.food-detektiv.de/exklusiv.php?action=detail&id=1233908365
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Feb 28
Nordic Walking ist eine auch für Parkinson-Patienten gut geeignete Sportart: Sie ist leicht zu erlernen, sicher und wirksam. Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention mit. In einer Studie mit 58 Parkinsonkranken verbesserten sich durch Nordic Walking Gleichgewicht, Haltungsstabilität und Ganggeschwindigkeit – im Vergleich zu Patienten ohne Nordic Walking. Über drei Monate übten die Patienten in der Nordic-Walking-Gruppe zweimal pro Woche 60 bis 75 Minuten die Sportart aus. Auch das emotionale Wohlbefinden besserte sich.
Feb 05
Ein fettes Steak, am besten noch paniert und dazu Pommes: Eine solche, typisch westliche Diät, gewinnt weltweit Anhänger – und ist nach Daten einer neuen Studie die Ursache für weltweit 30 Prozent aller Herzinfarkte. Das schließen Forscher aus Hamilton in Kanada aus Ergebnissen der großen Fall-Kontroll-Studie “Interheart”. Darin überprüfte ein Team um Dr. Romaina Iqbal die Ernährung von über 5700 Herzinfarktpatienten aus 52 Ländern und etwa doppelt so vielen gesunden Teilnehmern.
Die Forscher gruppierten die Personen in drei Kategorien: Solche mit einer westlichen Diät (viel frittierte Nahrung, salzige Snacks, Eier, Fleisch), mit östlicher Ernährung (viel Tofu, Soja) und solche mit einer empfohlenen Ernährung aus viel Obst und Gemüse. Sie stellten fest, dass sich Herzinfarkt-Patienten überproportional oft an die westliche Ernährungsweise hielten.
Nach den Berechnungen der Forscher ist danach das Herzinfarktrisiko bei Menschen, die sich überwiegend von Fleisch, Fritten und Eiern ernähren, um 35 Prozent erhöht. Dagegen haben Menschen mit östlicher Ernährungsweise kein erhöhtes Infarktrisiko.
Und wer sich für viel Obst und Gemüse, aber kaum für fettes Fleisch und Pommes begeistert, hat ein bis zu 30 Prozent niedrigeres Infarktrisiko. Insgesamt, so die Forscher, lassen sich nach diesen Daten etwa 30 Prozent aller Herzinfarkte weltweit auf eine ungesunde westliche Ernährungsweise zurückführen (Circulation online).
Quelle: Ärzte Zeitung, 24.10.2008
Jan 25
Schlankheit allein nicht der einzige Schutzfaktor gegen Brustkrebs. Wichtig ist auch viel Sport, so das Ergebnis einer elfjährigen deutschen Studie mit mehr als 30.000 Frauen nach der Menopause. Normalgewichtige Teilnehmerinnen, die anstrengenden Sport wie schnelles Joggen, Mountainbiking oder Aerobic trieben, hatten ein um 30 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko als jene, die nur leicht aktiv waren. Übergewichtige schützte Sport nicht.
Dez 31
Die Deutschen ernähren sich insgesamt noch immer zu ungesund, greifen aber weniger zu fettreicher Kost und Alkohol. Dies geht aus dem Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hervor. Die Folge falscher Ernährung seien Übergewicht in allen Altersgruppen sowie gesundheitliche Risiken. Der Zuckerverbrauch hat laut DGE-Bericht seit 1995 signifikant um 400 Gramm pro Kopf und Jahr zugenommen. Zucker gilt als «leerer» Energieträger, der keine Vitamine und Mineralstoffe enthält. Der gesteigerte Zuckerverbrauch sei unter anderem auf einen Anstieg beim Verzehr von Gummibonbons oder Gelee sowie zuckergesüßten Erfrischungsgetränken zurückzuführen. … weiterlesen »
Dez 21
Eine alte Frühstückstradition kommt ins Gerede: Wer täglich des Morgens ein Ei verzehrt, hat womöglich ein höheres Diabetes-Risiko. Forscher von der Universität Boston glauben, in den Daten von zwei großen epidemiologischen Studien Anhaltspunkte für diesen Zusammenhang festgestellt zu haben. … weiterlesen »
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