Die Fleisch-Falle: Erhöhtes Krankheitsrisiko durch Aufschnitt, Kotelett & Co

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Nachrichten wie diese schlagen ein wie eine Bombe. Nicht nur FOCUS, Die WELT, Süddeutsche Zeitung, Hamburger Abendblatt und die Ärztezeitung griffen das Thema auf, das Presseecho aus den USA hallte bis in regionale Blätter wie Mitteldeutsche Zeitung, Lübecker Nachrichten und Remscheider General-Anzeiger: Hamburger und Würstchen erhöhen das Krankheitsrisiko! Dieses klare Ergebnis ergab die weltweit bisher größte Studie über das Risiko von rotem Fleisch. Sie bestätigt, dass Hamburger, Steaks und Koteletts besser mit Vorsicht verzehrt werden sollten. Denn große Portionen von Rindfleisch, Schweinefleisch und anderem roten Fleisch erhöhen die Gefahr von Krebs, Herz- und Kreislaufleiden sowie andere Krankheiten.

Wie dem “Archives of Internal Medicine” zu entnehmen ist, gilt diese Warnung ebenfalls für Produkte wie Aufschnitt, Speck und Würstchen, betonen die Verfasser. Je nach konsumierter Menge steige das Risiko um bis zu 50 Prozent an. Hintergrund: Die Nationalen Gesundheitsforschungsinstitute (NIH) der USA verglichen in der Studie über einen Zeitraum von 10 Jahren die Ernährung von mehr als einer halben Million Amerikanern zwischen 50 und 71 Jahren. Am Ende waren rund 70 000 Teilnehmer gestorben. Das höchste Sterberisiko hatten Diejenigen, – auch nach Herausrechnung anderer Gesundheitsrisiken wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel –, die am meisten rotes Fleisch gegessen hatten.

Die Schlussfolgerung der Autoren: Insgesamt hätten bei den Männern 11 Prozent der Todesfälle vermieden werden können, und 16 Prozent bei Frauen, wenn alle Studienteilnehmer so wenig rotes Fleisch verzehrt hätten wie die Teilnehmer mit dem geringsten Konsum. So erhöhte sich bei Männern, die täglich knapp 250 Gramm rotes Fleisch aßen, das Risiko eines Krebstodes um 22 Prozent und das Risiko, an Herz- Kreislauf-Krankheiten zu sterben, um 27 Prozent – im Vergleich zu den Studienteilnehmern, die höchstens 150 Gramm rotes Fleisch pro Woche verzehrt hatten. Die Gefahr eines Krebstodes stieg bei Frauen bei 250 Gramm rotem Fleisch pro Tag um 20 Prozent, die Gefahr eines tödlichen Infarkts oder Schlaganfalls sogar um 50 Prozent, schreibt das Journal.

Als Schlussfolgerung, die sich auch auf vorangegangene Untersuchungen dieser Art stützt, rät der Welt-Krebsforschungsfonds, nicht mehr als 300 Gramm rotes Fleisch pro Woche zu essen.

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