Gentechnik-Schadensbericht: Mehr Kosten als Nutzen

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Agrogentechnik einzusetzen, bringt keinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Das ist das Ergebnis des Gentechnik-Schadensberichts, den der „Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft“ (BÖLW) vorgestellt hat. Demnach verursachen gentechnisch veränderte Pflanzen hohe Kosten in der gesamten Lebensmitttelkette:
- Die Saatgutpreise steigen
- Resistenzen müssen vermieden werden
- Warenströme müssen getrennt werden
- Analysen müssen durchgeführt werden

Hinzu kommen Schäden in Höhe von einigen Milliarden US Dollar, die bei Mais und Reis durch Kontaminationen mit nicht zugelassenen Gen-Konstrukten verursacht wurden. Die allenfalls geringen Kostenvorteile durch Gensaaten rechnen sich nur kurzfristig. Klare Gewinner des Gen-Einsatzes: Nicht Landwirte oder Verbraucher, sondern eine Handvoll Konzerne, wie z.B. Monsanto, die sich mit Patenten hohe Gewinne sichern, so die Einschätzung des BÖLW. http://www.boelw.de/

Der Gentechnik-Bumerang: Mit dem Soja kam das Dengue-Fieber

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anopheles

Die Gentechnik ist im Alltag angekommen. Erstmals kamen nachweisbar Menschen zu Schaden. Aber ganz anders als erwartet.

Mücken mögen Monsanto. Jedenfalls die stechenden Plagegeister der Gattung Aedes aegypti. Zwar ernähren sich die Überträger von Krankheitserregern nicht von Gen-Soja, schätzen tun sie es dennoch. Weil bei seinem Anbau die natürlichen Fressfeinde der „Ägyptischen Tigermücke“ durch das Monsanto-Herbizid “Roundup” vernichtet werden. Gegen das sind die Moskito-Verwandten längst immun, immerhin konnten sie sich seit 1996 daran gewöhnen. Die Umwelt ist es nicht: „Roundup“ killt nicht nur Wild- und Schadkräuter, das war gewollt, auch die natürlichen Feinde der Stechmücke müssen dran glauben. Und weil die sich weitaus schneller von dem Gift erholt als die Hinterbliebenen der verendeten Fische und Amphibien, Kröten, Frösche und anderer Mückenjäger, kann sich das Insekt ungestört vermehren. Folge: in den vergangenen Wochen und Monaten wurden mehrere Länder Südamerikas von der schlimmsten Dengue-Epidemie der vergangenen Jahre betroffen.

Der politische Skandal dahinter: Wie die argentinische Tageszeitung „Página 12“ herausfand, wurde das Monsanto-Produkt „mit Hilfe von Unregelmäßigkeiten“ innerhalb der damaligen Regierung zugelassen. Ohne jegliche Berücksichtigung von Wissenschaftlern, die vor möglichen Konsequenzen gewarnt hatten. Die Verfasser kritischer Forschungsergebnisse zum Anbau von genetisch verändertem Soja und den Einsatz des Monsanto-Giftes wurden sogar ernsthaft bedroht.

Lesen Sie die Zusammenhänge im Detail unter:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30310/1.html

http://www.20min.ch/news/wissen/story/29342795


Brauchen wir „Kinderlebensmittel“?

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Ernährungsexperten und Medizin sagen nein. Aber die Hersteller werben weiter. Meist mit falschen Versprechungen.

this pizza has got personalityBunte Verpackungen, Spielbeigaben, Wettbewerbe – damit ködern Nahrungsmittelhersteller kleine Kunden. Aber Tests kommen immer wieder zu ähnlichen Ergebnissen: Kinderlebensmittel halten nicht, was ihre Werbung verspricht. So hat eine Marktstichprobe 25 Lebensmittel unter die Lupe genommen, die mit ihrer Aufmachung Kinder unter zwölf Jahren ansprechen. Die ausgewählten Produkte, wie Wurst, Pizza, Ketchup, Süßigkeiten wurden anhand der Nährwertangaben auf der Packung mit Hilfe des Ampel-Checks der Verbraucherzentralen hinsichtlich ihres Zucker-, Fett- und Salzgehaltes bewertet.

84 Prozent (21 von 25 Produkten) der überprüften “Kinderlebensmittel” erhielten bei der Übertragung in die Ampel mindestens einen roten Punkt. Meistens für einen zu hohen Zuckergehalt. Auch für die zwölf Produkte von Anbietern aus der EU-Pledge-Initiative ist das Ergebnis miserabel: Sie erhielten sogar in über 90 Prozent der Fälle mindestens einen roten Punkt. In der EU-Pledge-Initiative schlossen sich unter anderen Unilever, Nestlé, Ferrero, Kellogg’s und Danone freiwillig zusammen und verpflichten sich, ihre Werbung für Kinder unter zwölf Jahren in Funk, Fernsehen und Zeitschriften einzuschränken.

Fazit: Kinderlebensmittel machen keine gute Figur und gehören nur ab und zu auf den Tisch. Fette und überzuckerte Produkte dürfen nicht mehr als gesund beworben werden, fordern die Verbraucherzentralen.

Mehr zum Thema gibt’s unter

gesundheit.de
Kinderlebensmittel – so gesund, wie die Werbung verspricht?
http://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-essen/kinderlebensmittel/index.html

Stiftung Warentest
Kinderlebensmittel: Viel zu pfundig
http://www.test.de/themen/kinder-familie/test/-Kinderlebensmittel/1179455/1179455/1180472/

Essen & Co
Kinderlebensmittel – eine kritische Betrachtung
http://www.essen-und-co.de/kinderlm.html

stern.de
Kinderlebensmittel: Das falsche Versprechen vom gesunden Essen
http://www.stern.de/wissenschaft/ernaehrung/:Kinderlebensmittel-Falsches-Versprechen-Essen/589099.html

foodwatch.de
Nährwert-Ampel: Rot für Kinderlebensmittel von Nestlé, Kellogg’s und Danone
http://www.foodwatch.de/presse/pressearchiv/2008/ampelkennzeichnung_industrie_initiative/index_ger.html

Wie gesund ist Ihre Zahnpasta?

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Hoher Preis – gute Qualität? Diese Gleichung stimmt oft nicht. Manchmal ist es sogar umgekehrt.

ToothbrushEine Zahnpasta zu 3,95 Euro, das kann nur ein Spitzenprodukt sein. So legt es uns der gesunde Menschenverstand nahe. Diese Logik mag einmal gültig gewesen sein, heute sieht die Verbraucherrealität ganz und gar anders aus. Da wird so manches Produkt als qualitativ hochwertig hochgejubelt, das sich bei genauerem Hinsehen als Flop entpuppt. Aktueller Fall ist ein Testergebnis der Fachzeitschrift „Ökotest“, die etwa zwei Dutzend Zahnpastamarken unter die Lupe nahm. Kurioses Fazit: Billiger ist oft besser!

So kostet eine Zahnpasta 3,95 pro 100ml und wird mit „ungenügend“ bewertet. Eine andere für 31 Cent pro 100ml bekommt die Testnote „sehr gut“. Da kann man leicht ins Schäumen geraten …

Details und eine Reihe von Expertentipps veröffentlicht die „Hamburger Morgenpost“: http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20090509/hamburg/ratgeber/gefaehrliche_zahnpasta.html

Bekanntlich werden auch andere Produkte hochgradig medienmanipuliert. So lange, bis der Verbraucher schließlich der wohlklingenden Werbe-Fata Morgana erliegt. Wer sich nicht platt werben lassen will, schaltet um auf Eigenrecherche. Keine Problem heutzutage, schließlich gibt es Fachzeitschriften wie „TEST“, oder „Ökotest“ oder die Informationsstellen der Verbraucherberatung e.v.

„Holzauge sei wachsam“ rät der Volksmund. Ein guter Rat in Zeiten, da man mit dem Zweiten angeblich besser sehen soll.

Sind Multivitaminpräparate schädlich?

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Wieder einmal wird uns von den Medien eine “deutsch-amerikanische” Studie präsentiert, die beweisen soll, dass Multivitaminpräparate schädlich für den menschlichen Organismus sind. Sehen Sie sich den Beitrag vom 11.05.2009 im RTL Nachtjournal an.

Leider mussten wir den TV Mitschnitt auf Youtube löschen.

Könnte hinter diesem Beitrag eine strategische Vorbereitung der Bevölkerung auf dramatische Änderungen hinsichtlich unserer künftigen Ernährungsqualität stecken? Wer den “CODEX ALIMENTARIUS”, der im Dezember 2009 in Kraft treten soll, aufmerksam liest, wird zu eben diesem Schluss kommen. Dort wird unter anderem festgelegt, dass

  1. biologische Nahrung bestrahlt werden muss,
  2. Genfood in biologischer Nahrung nicht kennzeichnungspflichtig ist,
  3. Genfood überhaupt nicht kennzeichnungspflichtig ist,
  4. beinahe alle homöopathischen Mittel vom Markt genommen werden müssen,
  5. alle Heilkräuter verboten werden müssen,
  6. die meisten alternativen Heilweisen und -verfahren verboten werden müssen,
  7. und so weiter…

;-) Zu Risiken und Nebenwirkungen verklagen Sie doch mal Ihren Arzt oder Apotheker.

Gesundheitsgefahren durch Nahrungsergänzungsmittel?

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Salad BeansDie Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor möglichen Gesundheitsgefahren durch Nahrungsergänzungsmittel, das meldet die Deutsche Presseagentur dpa mit Hinweis auf die Verbraucherzentrale (VZ) in Düsseldorf. Zu hoch dosiert oder falsch angewendet könnten die Mittel die Gesundheit schädigen. Für ältere Menschen, die Medikamente nehmen, könnten die Ergänzungsmittel sogar lebensgefährlich werden. Deshalb sollten Verbraucher ihren Arzt fragen, ob solche Mittel für sie unbedenklich sind. Nahrungsergänzungsmittel dürfen überall verkauft werden, etwa in Lebensmittelgeschäften und Drogerien. Deshalb fordert die VZ einen Sachkundenachweis, wie er auch bei frei verkäuflichen Arzneimitteln oder Pestiziden erforderlich ist.

Nach Angaben der VZ geben die Deutschen jährlich rund 1,3 Milliarden Euro für Nahrungsergänzungsmittel aus. Die Pillen, Pülverchen oder Säfte sollen laut Werbung zum Beispiel Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit verbessern oder vor Erkrankungen schützen.

Kommentar von Werner Schneider, Zürich:
Wie wäre es den mal mit einer differenzierteren Betrachtung? Es ist ja nun wirklich nicht so, dass generell in allen Nahrungsergänzunsmitteln Gefahren lauern. Die bedenken der Verbraucherzentrale mögen zutreffen für hoch dosierte Präparate mit einem einzigen Wirkstoff – so genannte Monopräparate. Natürliche Nahrungsergänzungen hingegen funktionieren seit Jahrhunderten nachgewiesenen „unfallfrei“. Dazu zählen beispielsweise
Acerola, Aloe vera, Chlorella, Gelee Royal, Ginseng, Noni, Propolis, Shitake, Reishi oder auch Schwarzkümmelöl.

Eine Aufstellung über die prozentuale Verteilung der Todesursachen pro Jahr in den USA. (Veröffentlicht im Journal of the American Medical Association) zeigt, dass es viel wahrscheinlicher ist, durch den Stich einer Biene zu sterben oder tödlich vom Blitz getroffen zu werden, als sein Leben durch die Einnahme von Nahrungsergänzungen zu verlieren. Demgegenüber sterben allein in Deutschland jährlich etwa 25.000 Menschen an Nebenwirkungen von Medikamenten, aus demselben Grund muss zirka eine halbe Million in Krankenhäusern behandelt werden. Das gilt offensichtlich als völlig normal.

Aber wahrscheinlich geht es mal wieder um den Euro-Umsatz-Kuchen, gegenwärtig 1,3 Milliarden schwer, den sich die Hersteller den bekanntlich so sehr nebenwirkungsfreien Pharma-Produkten gerne einverleiben würden. Denn zu hohe Dosierung oder falsche Anwendung den Produkten anzulasten, das ist etwa so, als würde man alkoholbedingte Unfälle dem Autohersteller in die Schuhe mogeln wollen.

Anmerkung:
Die erwähnte Veröffentlicht im Journal of the American Medical Association findet sich komplett in unserem Premium eBook „Das Elefantensyndrom. Wie Sie Ihre Gesundheit vor der weltweiten Vitalstoffkrise schützen.“

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