Der Gentechnik-Bumerang: Mit dem Soja kam das Dengue-Fieber
Gentechnik, Verbraucherinformationen, Wissenswertes Kommentar schreibenDie Gentechnik ist im Alltag angekommen. Erstmals kamen nachweisbar Menschen zu Schaden. Aber ganz anders als erwartet.
Mücken mögen Monsanto. Jedenfalls die stechenden Plagegeister der Gattung Aedes aegypti. Zwar ernähren sich die Überträger von Krankheitserregern nicht von Gen-Soja, schätzen tun sie es dennoch. Weil bei seinem Anbau die natürlichen Fressfeinde der „Ägyptischen Tigermücke“ durch das Monsanto-Herbizid “Roundup” vernichtet werden. Gegen das sind die Moskito-Verwandten längst immun, immerhin konnten sie sich seit 1996 daran gewöhnen. Die Umwelt ist es nicht: „Roundup“ killt nicht nur Wild- und Schadkräuter, das war gewollt, auch die natürlichen Feinde der Stechmücke müssen dran glauben. Und weil die sich weitaus schneller von dem Gift erholt als die Hinterbliebenen der verendeten Fische und Amphibien, Kröten, Frösche und anderer Mückenjäger, kann sich das Insekt ungestört vermehren. Folge: in den vergangenen Wochen und Monaten wurden mehrere Länder Südamerikas von der schlimmsten Dengue-Epidemie der vergangenen Jahre betroffen.
Der politische Skandal dahinter: Wie die argentinische Tageszeitung „Página 12“ herausfand, wurde das Monsanto-Produkt „mit Hilfe von Unregelmäßigkeiten“ innerhalb der damaligen Regierung zugelassen. Ohne jegliche Berücksichtigung von Wissenschaftlern, die vor möglichen Konsequenzen gewarnt hatten. Die Verfasser kritischer Forschungsergebnisse zum Anbau von genetisch verändertem Soja und den Einsatz des Monsanto-Giftes wurden sogar ernsthaft bedroht.
Lesen Sie die Zusammenhänge im Detail unter:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30310/1.html
http://www.20min.ch/news/wissen/story/29342795





Neueste Kommentare