In seinem Kommentar zum Beitrag “Intelligenzfrage: Wir sind doch nicht blöd – oder doch?” fragt Harald Streich: „ … Wer steckt denn hinter den Medien, der Werbung, der Industrie, den Kriegstreibern, der Politik, oder dem weltweiten Bankensystem? …“
Gehen wir das Thema einmal so an, lieber Harald Streich: Die besagten „Hintermänner“ sitzen in den Bundesministerien für Finanzen, Wirtschaft, Gesundheit, Verkehr, Umwelt, Bildung und Forschung, im Innen- und Außenministerium sowie im Bundeskanzleramt. Nämlich Vertreter folgender Konzerne und Lobbyverbände (aber nicht nur die): BASF – Bayer – BDI – Bertelsmann Stiftung – BP – Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft – Bundesverband Deutscher Banken – Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands – DaimlerChrysler – Deutsche Bank – Deutsche Telekom – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt – Dresdner Bank – E.ON – EADS – Fraport – Hauptverband der Deutschen Bauindustrie – HSH Bank – IBM – Lufthansa – Morgan Stanley – PricewaterhouseCoopers – Robert-Bosch-Stiftung – Roland Berger – SAP – Schenker – Siemens – Thyssengas – Verband der chemischen Industrie – Verband forschender Arzneimittelhersteller – Vivento – Wingas – Wintershall …
Sehr viel mehr über das Thema enthält das Buch „Der gekaufte Staat. Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben“ von Kim Otto und Sascha Adamek. Die Autoren schildern auf über 180 Seiten Entstehungsgeschichte und Zusammenhänge des Lobbyismus-Prinzips und nennen seine Mitwirkenden. Ross und Reiter werden auch in anderen Büchern genannt:
- „Die Selbstbediener. Wer sich unser Geld einsteckt“ von Peter Huth und Jan Engelke (rororo)
- „Asoziale Marktwirtschaft. Insider aus Politik und Wirtschaft enthüllen, wie die Konzerne den Staat ausplündern“ von Hans Weis und Ernst Schmiederer (Kiepenheuer & Witsch)
- “Lizenz zum Bauernfang. Die Selbstbereicherungsstrategien der Fonds-Manager und das Versagen der Finanzkontrolleure“ von Stefan Loipfinger (www.lizenzzumbauernfang.de)
- „Die Globalisierungsfalle. Der Angriff auf Demokratie und Wohlstand“ von Hans-Peter Martin und Harald Schumann (Rowohlt)
- „Wirtschaftsvampire. Selbstbereicherungsstrategien in Unternehmen“ von Robert Jakob (Gerling Akademie Verlag)





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