Experten warnen – sterben die Bienen aus?

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The Visitor IIBeunruhigende Beobachtungen und Meldungen von Imkern aus ganz Deutschland gaben den Anstoß zu einer Alarmkampagne. „Wenn nicht rasch ein Umdenken und ein neues Handeln in der Landwirtschaft erfolgt, werden wir stumme Sommer erleben – und sehen, dass die Bienen für die Bestäubung und damit auch für die Ernten unersetzlich sind.“ In diesem Sommer litten Honigbienen in Deutschland Futtermangel. Sie wären verhungert, hätten Imker sie nicht mit Zuckerwasser am Leben erhalten. „Der Futtermangel bei Bienen und anderen Blüten besuchenden Insekten ist dramatisch“, erklärt Imkermeister Günter Friedmann, Sprecher der biodynamischen Demeter-Imker und Träger des Förderpreises ökologischer Landbau. Seit 30 Jahren ist Friedmann Berufsimker. Aber „mit einer solchen Situation wurde ich noch nie konfrontiert“, betont er, „obwohl sich diese Entwicklung eigentlich seit mehreren Jahren anbahnt und auch zu den Bienenverlusten der letzten Jahre beigetragen hat“. Nach der Rapsblüte im Mai beginne in vielen Regionen Deutschlands für die Bienen eine Zeit des Mangels und oft auch des Hungerns. Es werde immer deutlicher, dass auf den Feldern und Wiesen mittlerweile zu wenig blüht, um den Insekten ausreichend Nahrung zu bieten.

Verantwortlich dafür ist nach Ansicht von Experten die sich weiter intensivierende Landwirtschaft mit immer früheren Mähterminen und einer starken Überdüngung der Wiesen. In den USA (wo bereits seit Jahren gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden) ist man da schon viel weiter, wenngleich in negativer Hinsicht. Dort kommt es zu einem massenhaften Bienensterben, vor allem während der Raps- und Maisblüte. Auch in anderen Ländern wird dieses Phänomen zunehmend beobachtet. Zwar gibt es hierzu bisher keine eindeutigen Studien. Einige Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen das Immunsystem der fleißigen Insekten schwächen und sie dadurch anfälliger für Parasitenbefall machen.

Vor den möglichen Folgen einer Welt ohne die fleißigen Honigsammler und Pflanzenbestäuber hatte schon Albert Einstein gewarnt: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Biene mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.”

Ein umfangreicher Artikel zum Thema findet sich bei:
http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2008/05/honigsammler-unter-druck.php

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