Gesundheitsgefahren durch Nahrungsergänzungsmittel?

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Salad BeansDie Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor möglichen Gesundheitsgefahren durch Nahrungsergänzungsmittel, das meldet die Deutsche Presseagentur dpa mit Hinweis auf die Verbraucherzentrale (VZ) in Düsseldorf. Zu hoch dosiert oder falsch angewendet könnten die Mittel die Gesundheit schädigen. Für ältere Menschen, die Medikamente nehmen, könnten die Ergänzungsmittel sogar lebensgefährlich werden. Deshalb sollten Verbraucher ihren Arzt fragen, ob solche Mittel für sie unbedenklich sind. Nahrungsergänzungsmittel dürfen überall verkauft werden, etwa in Lebensmittelgeschäften und Drogerien. Deshalb fordert die VZ einen Sachkundenachweis, wie er auch bei frei verkäuflichen Arzneimitteln oder Pestiziden erforderlich ist.

Nach Angaben der VZ geben die Deutschen jährlich rund 1,3 Milliarden Euro für Nahrungsergänzungsmittel aus. Die Pillen, Pülverchen oder Säfte sollen laut Werbung zum Beispiel Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit verbessern oder vor Erkrankungen schützen.

Kommentar von Werner Schneider, Zürich:
Wie wäre es den mal mit einer differenzierteren Betrachtung? Es ist ja nun wirklich nicht so, dass generell in allen Nahrungsergänzunsmitteln Gefahren lauern. Die bedenken der Verbraucherzentrale mögen zutreffen für hoch dosierte Präparate mit einem einzigen Wirkstoff – so genannte Monopräparate. Natürliche Nahrungsergänzungen hingegen funktionieren seit Jahrhunderten nachgewiesenen „unfallfrei“. Dazu zählen beispielsweise
Acerola, Aloe vera, Chlorella, Gelee Royal, Ginseng, Noni, Propolis, Shitake, Reishi oder auch Schwarzkümmelöl.

Eine Aufstellung über die prozentuale Verteilung der Todesursachen pro Jahr in den USA. (Veröffentlicht im Journal of the American Medical Association) zeigt, dass es viel wahrscheinlicher ist, durch den Stich einer Biene zu sterben oder tödlich vom Blitz getroffen zu werden, als sein Leben durch die Einnahme von Nahrungsergänzungen zu verlieren. Demgegenüber sterben allein in Deutschland jährlich etwa 25.000 Menschen an Nebenwirkungen von Medikamenten, aus demselben Grund muss zirka eine halbe Million in Krankenhäusern behandelt werden. Das gilt offensichtlich als völlig normal.

Aber wahrscheinlich geht es mal wieder um den Euro-Umsatz-Kuchen, gegenwärtig 1,3 Milliarden schwer, den sich die Hersteller den bekanntlich so sehr nebenwirkungsfreien Pharma-Produkten gerne einverleiben würden. Denn zu hohe Dosierung oder falsche Anwendung den Produkten anzulasten, das ist etwa so, als würde man alkoholbedingte Unfälle dem Autohersteller in die Schuhe mogeln wollen.

Anmerkung:
Die erwähnte Veröffentlicht im Journal of the American Medical Association findet sich komplett in unserem Premium eBook „Das Elefantensyndrom. Wie Sie Ihre Gesundheit vor der weltweiten Vitalstoffkrise schützen.“

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