Malochen bis zum Umfallen: Arbeit als Sucht

Arbeitswelt, Wissenswertes Kommentar schreiben

Arbeitssucht hat sich nach Ansicht von Bremer Forschern in den vergangenen zehn Jahren zu einem Massenphänomen entwickelt. Teils aus Ehrgeiz, teils unter dem Druck neuer Arbeitszeitmodelle, die die Einteilung der Arbeitsstunden den Beschäftigten überlassen – gleichzeitig mit Belohnungen und Hinweisen auf gefährdete Arbeitsplätze anspornen – stürzen sich täglich Zehntausende in ihre Arbeit. „Maßlos und selbstzerstörerisch“, sagt Wirtschaftswissenschaftler Prof. Holger Heide. „Man ist nie mit der eigenen Leistung zufrieden und kann nicht mehr aufhören“. Zunächst steige die Arbeitsleistung enorm, doch dann drohe vorzeitige Arbeitsunfähigkeit, vor allem durch Herzinfarkt, Depression, Hörsturz und Magengeschwür.

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