Viel Fleisch, wenig Obst – jeder fünfte Sachse adipös

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Das Alibi-Salatblatt im Hamburger nützt nicht: Sachsen essen immer noch zuviel Wurst und Fleisch und deutlich zu wenig Gemüse. Zwar zeigt die zweite sächsische Verzehrstudie, dass Ernährungsaufklärung fruchtet. Denn im Vergleich zu 1999 haben die Menschen mehr Milchprodukte, Obst, Kartoffeln und Getreide gegessen. Andererseits hat der Anteil adipöser Menschen deutlich zugenommen. Jeder zweite Erwachsene und jedes sechste Kind hat Übergewicht oder ist adipös. Das ist eine Kernaussage der kürzlich vorgestellten Verzehrstudie, die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellt wurde. Im Vergleich zu 1999 stieg im Jahr 2005 der Anteil adipöser Frauen von 16 auf 18 Prozent. Bei Männern nahm der Anteil von Adipösen im gleichen Zeitraum noch stärker zu, und zwar von 13 auf 21 Prozent. Mit diesem Anteil übergewichtiger Menschen liegt Sachsen im Bundesvergleich hinter den anderen neuen Ländern auf Platz fünf. Der Anteil der Übergewichtigen steigt mit dem Alter, bei Männern bereits ab 25 Jahren, Frauen nehmen ab dem 36. Lebensjahr zu. Der Studie zufolge besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Übergewicht und der sozialen Schicht, und zwar unabhängig vom Geschlecht. “Angehörige der Unterschicht sind häufiger adipös”, stellen die Forscher fest.

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